Am Klavier: Brendel

Ab heute weiß ich, dass ich am Klavier nie allein bin. Ich habe bei einer Ausstellungseröffnung bei uns der Akademie für die musikalische Begleitung gesorgt. Das kam offenbar gut an, allerdings war ich mir nicht bewusst, dass ich am Klavier gleich mit meinem berühmten Namensvetter verglichen werde. Ist mir heute dreimal passiert, einmal sogar während des Spielens:

„Sind Sie mit Alfred Brendel verwandt?“ 
„Wenn ich so spiele, dann danke für das Kompliment – aber nein.“

Zur Erklärung füge ich dann hinzu, dass ich meinen Nachnamen nur angeheiratet habe – und mein Schwiegervater der einzige Profimusiker in meiner Familie ist. Und Schlagzeuger, nicht Pianist.

Foto (C) Hans Thijs

Der Hinweis, dass Alfred Brendel Österreicher sei, und was in meiner Sprechweise nun wirklich nicht nachzuvollziehen sei, überzeugt die Fragesteller dann. Und spätestens dann verspiele ich mich so richtig derbe, so dass sich jeder weitere Vergleich erübrigt.

Ich hätte es sicher nicht leichter, wenn ich „Ja“ antworten würde. Aber auf die Reaktionen wäre ich gespannt.

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