Emsland – Deutschland 3:2

Demografische Assimilation könnte man es nennen.
Oder: Wer gebiert, wird  integriert.

Während Papa und Mama auch nach fünf Jahren an mancher Stelle noch mit ihrer neuen Heimat hadern, sind in ihrem Haus Fakten geschaffen worten: Das Verhältnis von Emsländern zu Nicht-Emsländern in unserem Haushalt hat sich mit der Geburt unseres dritten Kindes Ende August zu einem emsländischen Überhang entwickelt. Neben mir, der vor fast vier Jahrzehnten in Meppen zur Welt gekommen ist und seine ersten anderthalb Jahre im Emsland gelebt hat, und unser großen Tochter, die hier kurz nach dem Umzug aus Berlin zur Welt gekommen ist, ist unsere Jüngste also der dritte gebürtige Emsländer in unserer Familie. Meine Frau, eine gebürtige Westfälin, und unser großer Sohn, geboren 2009 in Berlin-Charlottenburg, sind als Nicht-Locals also in der Minderheit.
Doch: Hat das wirklich etwas zu bedeuten?
Ist der Geburtsort nicht nur Zufall?
Werden unsere Töchter irgendwann stolz auf ihren Geburtsort sein? Werde ich es?
Werden sie die emsländische Mentalität, die nicht meine ist, annehmen?
Werden sie das Emsland ihre Heimat nennen?
Was heißt das für unsere Familie?

Das liegt sicher auch an uns. Also: Packen wir’s an!
Wer sagt denn, dass die Familienplanung abgeschlossen ist?

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